Schweden Angeln – Hechtangeln
Es sollte der Dormensee in Schweden sein, auf den unsere Wahl fiel. Der Dormen liegt in Hälsingbo, 25km nordöstlich von Hedemora. Nach dem Übersetzen mit der Fähre nach Rodby ging es noch durch Dänemark und auf die nächste Fähre die uns nach Schweden brachte.
Die Entscheidung im Freundeskreis wurde verhältnismäßig schnell getroffen. Ein Angelurlaub sollte es sein und Schweden bot sich, nicht nur wegen seiner relativen Nähe, an. Die Hechte Schwedens hätten sich vermutlich verkrochen, hätten sie von unseren Plänen gewusst. Im Angelshop in Deutschland (auf: www.angel-domaene.de) hatten wir uns natürlich das entsprechende Angelzubehör besorgt.
Die perfekte Umgebung für Hechte
Es sollte der Dormensee in Schweden sein, auf den unsere Wahl fiel. Der Dormen liegt in Hälsingbo, 25km nordöstlich von Hedemora. Nach dem Übersetzen mit der Fähre nach Rodby ging es noch durch Dänemark und auf die nächste Fähre die uns nach Schweden brachte. Als wir nach weiterer Fahrt endlich in unserem Feriendomizil ankamen, waren wir begeistert. Die kleine, rote Hütte hob sich schön von der überwiegend grünen Umgebung ab. Sie war direkt am See gelegen und bot einen fantastischen Ausblick, der schon morgens für gute Laune sorgte.
Der See liegt im Bundesland Dalama und beherbergt vor allem viele Naturschönheiten. Neben den fast schon obligatorischen Elchen gibt es noch Wölfe, Seeadler, Fischadler und Bären zu sehen. Der Naturschutz hat hier Vorrang und wer einmal da war kann auch verstehen warum.
Die Ortsansässigen fischen ausschließlich mit Netzen und Reusen, wobei die Netze bestimmt ihre hundert Meter länge erreichen.
Ohne Umschweife wurde erst einmal die Umgebung und der See erkundet. Auf Anhieb machten wir verschiedene Stellen aus, die sich wunderbar eignen würden, um von Land aus zu angeln. Auch der Steg vor dem Haus war großzügig bemessen und wie verabredet wartete ein Mietboot auf uns. Von Anfang an war klar, dass die Hechte gegen uns keine Chance haben würden.
Der Gädda kann nicht weit sein
Das Boot wurde startklar gemacht und wir brachen nach einer relativ kurzen Nacht zu unserer ersten Ausfahrt auf dem Dormensee auf. Jeder von uns machte seine Route bereit und wartete gespannt, wann und bei wem zuerst ein Hecht anbeißen würde.
Als Köder haben sich die meisten von uns für Castaic (Forelle groß) und Turus Ukko (weiß-rot 20cm) entschieden. Nach ca.1 Std. hatten wir den ersten Biss auf Turus Ukko, allerdings ist der Fisch uns ausgeschlitzt. Etwa zwanzig. Minuten später, wieder ein Biss auf diesen Köder. Dieses Mal ging es uns nicht durch die Lappen und wir konnten unseren ersten Hecht von 60cm landen. Nach diesem ersten Erfolgserlebnis waren wir natürlich angestachelt und wollten die gesetzte Bestmarke überbieten. Doch für diesen Tag sollte das alles gewesen sein.
Irgendwo zwischen Freude und leichter Enttäuschung fanden wir uns wieder in der Hütte ein und machten uns gegenseitig Mut.
Doch auch die nächsten zwei Tage brachten uns keine neuen Erkenntnisse. Wir probierten die verschiedensten Köder aus, doch nichts schien zu helfen. Ob Natur- oder Kunstköder, ob hell oder Dunkel, die Hechte wollten einfach nicht mehr beißen.
Am vie4rten Tag war es schließlich ein ganz gewöhnlicher silberner Wobbler, der für uns alle die Erlösung brachte. Ein 72er biss und es gelang uns ihn an Bord zu holen. Als wäre dies der Startschuss gewesen, gelangen uns in den darauf folgenden Tagen immer wieder Fänge von 65 – 80 cm. Die Erleichterung war in der ganzen Gruppe zu spüren und vielleicht gelang uns auch deshalb ab diesem Zeitpunkt mehr.
In unserer Euphorie stellte sich eine gewisse Leichtsinnigkeit in der Gruppe ein, die ein ums andere Mal fast zum Kentern des Bootes geführt hätte. Doch es war verhältnismäßig warm und an einem kleinen Bad hätte sich niemand von uns gestört.
Eine Goldader aus Hecht
Wir variierten weiterhin unsere Fanggründe und fanden schließlich Seerosenfelder um die eine hohe Aktivität herrschte. Wir blinkerten und hatten schließlich Erfolg. Die Hechte zeigten sich so gierig, dass sie und gar nicht mehr gehen lassen wollten. Als wir uns dafür bereit machten, wieder ans Ufer zurückzukehren, konnte ein Hecht es gar nicht erwarten. Als wir den Köder aus dem Wasser holten sprang er so gierig hinterher, dass er gegen die Bordwand prallte.
Die sorgte natürlich für Begeisterung in unserer kleinen Gruppe und wir beschlossen uns diese Stelle für die nächsten Tage merken. Auch bei unserer Rückkehr am nächsten Morgen, zeigte sich das gleiche Bild. Hechte und Barsche bissen gut und versöhnten uns mit der kleinen Flaute der Anfangszeit. Ganze elf Hechte wanderten in die Pfanne, während der Rest wieder in die Freiheit entlassen wurde. Wir hoffen sie in ein paar Jahren wiederzusehen, wenn wir sie als echte Gigenten an der Angel haben. Dass wir wiederkommen werden, steht außer Frage.
Am besten sprangen die Hechte auf Twister mit rotem Rücken und gelben Bauch an, auch silberne Blinker mit rotem Schwanz wurden gut angenommen. Beim Schleppen ging nichts über den Turus Ukko. Allerdings war das Schleppen insgesamt weniger erfolgreich.
Mit der Endbilanz können wir jedoch zufrieden sein. Hechte und auch Barsche bissen nach einer kleinen Eingewöhnungszeit sehr gut und wird konnten 32 Gädda – wie Hecht auf Schwedisch heißt – landen.
Der Angelurlaub in Schweden hat sich gelohnt und das Land alleine ist schon einen Besuch wert. Die schwedischen Hechte muss man zwar ein wenig überzeugen, aber letztendlich lassen sie sich durchaus überzeugen.


